Klettern ist Lebensgefühl. Klettern bietet die Möglichkeit sich selbst durch eine gesamtkörperliche und geistige Bewegungsherausforderung wahrzunehmen. Es ist auch ein intensives Naturerleben mit dem Wunsch der Verknüpfung von Mensch und Natur. Klettern bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten:
- Motorischer Bereich
- ganzheitlicher körperlicher Ausgleich für fehlende Bewegung
- Psychischer Bereich
- geistiger Ausgleich und Forderung
- Unterstützung zur Lebensbewältigung und im Berufsalltag. Spielerisch kann der Umgang mit Ängsten und das Gehen an die eigene Grenze gelernt werden.
- Ventil für Gewalt-/Aggressionspotenzial durch bewusste negative Entladung mit dem Ziel der Entspannung
- Klettern ist ein Transmitter für die Beschäftigung mit dem eigenen Körper ohne Außeneinflüsse - Klettern als komplexe Tätigkeit fordert Kopfarbeit und körperliche Bewegung, wodurch unbewusst ablaufende Denkprozesse (Job, Stress) überlagert werden.
- Selbstbestätigung
- Ziel ist es sich mit Einfallsreichtum und ein wenig Körperkraft mit dem bevorstehenden Hindernis zu behaupten.
Kein Klettervorgang gleicht dem anderen. Die Tagesform und momentane Befindlichkeit haben weit mehr Einfluss auf die Kletterleistung als beispielsweise ein Wetterwechsel.
Die Wettkampfkletterin Bettina Schöpf (mehrmalige Österreichische Staatsmeisterin) beschreibt den Kletterprozess so: Route besichtigen - Kletterstellen optisch erkennen - Konzentration vor dem Einstieg in die Route und während dem Klettern - Vorausplanen - Zügig, entschlossen und zielorientiert Klettern - Rastpositionen ausnutzen - Vorrausdenken - Ziel erreichen
Das Klettern im Freizeitbereich ist oft geprägt von einem mehrmaligen Probieren von einzelnen Kletterstellen mit dem Ziel diese zu meistern. (…)